Weitere Umbaumaßnahmen/Veränderungen im Schanzenpark

Der erste Bauabschnitt umfasste die Grunderneuerung des großen Spiel- platzes zur Schröderstiftstraße hin.
Der zweite Bauabschnitt galt der Westseite des Parks, hier wurden u.a. der Bereich des betreuten Spielplatzes vergrößert, die Basketballanlage verlegt und der Eingang Kleiner Schäferkamp neu gestaltet; insgesamt ist dieser Bereich nun auch übersichtlicher und damit auch einsehbarer geworden.
Im dritten Bauabschnitt ist nun der östliche Teil des Parks an der Reihe. Begonnen wurde mit der Erneuerung der nun sog. Veranstaltungsfläche; pünktlich zum Beginn der Zirkussaison wurde dies fertiggestellt.
Nun ist der obere Bereich an der Reihe: Die historische Sitzmauer wurde abgerissen/abgetragen und durch moderne glatte Betonteile ersetzt. Die Fläche dahinter wird von oben nach unten abgeflacht und der Erd- und Grasboden wird durch ein pflegeleichteres Granulat ersetzt.
Die sog. Hoppelbahn, seit Jahrzehnten von kleinen und großen Kindern im Winter gern genutzt, soll ebenfalls umgestaltet werden. Geplant sind terrassenartige Sitzflächen aus Stein, die die winterliche Nutzung gänzlich unmöglich machen werden. Diese amphitheaterähnliche Gestaltung hat im Prinzip nur einen Nutznießer, nämlich das alljährlich für ca. zwei Monate stattfindende Openair-Kino; ansonsten wird doch viel lieber das Sitzen auf der Wiese bevorzugt statt auf Steinen, auch wenn es Natursteine sein sollen. Und: Seit April 2013 läuft das ehemalige Sportlerheim unter neuen Pächtern, nämlich den Betreibern des Openair-Kinos und zwar als sog. Pub/Lounge/Cafe-Location…
Die Umgestaltung des Parks soll dann am Eingangsbereich Schlump enden; dort sollen die jetzt vorhandenen Sitzbänke entfernt werden und ebenfalls durch steinerne „Sitzelemente“ ersetzt werden. Ob es weitere Veränderungen dort geben wird, ist momentan noch unklar. Allerdings gab es bekanntlich vor einigen Jahren die Pläne, den Eingangsbereich zu entgrünen und damit Sicht- und Lärmschutz zu entfernen; dies konnte damals noch verhindert werden.
Auffallend ist, dass nahezu jede Umgestaltung einer Grünanlage, und dies ist nicht nur im Schanzenpark so, u.a. verbunden ist mit der Entfernung von dichtem Gebüsch etc. Die Gründe hierfür sind ganz einfach sog. Sicherheitsaspekte. Im Hamburger Polizeibericht von 2009 war zu lesen, dass sich bereits seit 2001 die Hamburger Polizei intensiver bei der Stadtplanung einbringt, und dies auch in Bezug auf Grünanlagen. Beseitigung von Bäumen und Büschen dient nicht nur der Aufhübschung und Ordentlichkeit, sondern auch Kontrollfunktionen gegen und Vertreibung unliebsamer sozialer Gruppen. So mussten für den Kahlschlag an der S-Bahn Sternschanze vermeintliche Dealerverstecke als Begründung herhalten. Auch in den Behörden ist dieser Gedanke schon angekommen; In einem Artikel im Hamburger Abendblatt im Dezember 2012 sagte die Sprecherin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Kerstin Graupner: „Wenn es keinen Busch gibt, hinter dem sich ein potentieller Täter verstecken kann, ist ein Überfall schwieriger.“ Und wir erinnern uns: als im Jahr 2004 der mittlere Weg im Schanzenpark verbreitert wurde, war dies nicht für erwartete Spaziergängermassen, der Weg war nun endlich breit genug für polizeiliche Streifenfahrten mitten durch den Park.