Stift oder Schraube

Zum Gerichtstermin gegen C. am 17.06.13 gegen C. erschien in der taz vom 18.06.13 der folgende Artikel:

Stift oder Schraube

PROZESS Gentrifitierungsgegnerin steht wegen versuchter Gefangenenbefreiung vor Gericht

Der eine Hauptzeuge der Polizei hat sich krank gemeldet, der andere hat sich in den Urlaub verabschiedet. Und so musste Zivilfahnderin Ingrid V. Vom Lerchenstraßenrevier im Prozess gegen die Gentrifizierungsgegnerin Claudia Falke (49) den belastenden Part der Anklage übernehmen, obwohl „ich vor Ort gar nicht wusste, worum es ging“, wie sie sagt. „Ich war nur stum(pf meinen Kollegen hinterher gegangen.“
Falke ist des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der versuchten Gefangenenbefreiung angeklagt, die sie am 26. August 2012 nach dem Ende des Schanzenfestes auf dem Schulterblatt begangen haben soll. Damals hatten Zivilfahnder wegen eines angeblichen Raubdeliktes zwei Personen festgenommen. Die Aktivistin des (freien) Netzwerks für den Erhalt des Schanzenparkswar zu den Männern geeilt, um deren Identität für den Ermittlungsausschuss festzuhaltenLaut eigenen Aussagen hatte Falke einen Stift in der Hand. Doch für die Polizei ist das, was sie bei sich hatte eine Schraube und gefährliche Waffe. „Ich wusste nicht, was das ist, etwas silbernes“, sagte Polizistin V. „ich hab erst später auf der Wache erfahren, dass es eine Schraube war.“
Ingrid V. räumt ein, dass die Polizei Falke seit Jahren auf dem Kieker habe: „Wo Frau Falke ist, sind auch wir.“ In der besagten Situation will V. sich daran erinnern, dass Falke ihren Kollegen bedrängt habe, so dass dieser Pfefferspray einsetzen musste, was auch sie „außer Gefecht“ gesetzt habe. Das widerlegt ein Video der Verteidigung,. Danach ist das Pfefferspray frühzeitig versprüht worden, ohne dass Falke etwas gemacht hatte. der Prozess wird fortgesetzt,

Ergänzung: der Prozess wird am Dienstag, dem 2.7. im Raum 292 im Strafjustizgebäude (Sievekingplatz) fortgestzt. Kommt auch zu diesem Termin!
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!