Fortsetzung: Prozess gegen C. wg. Hausbesetzung Juliusstraße

Der 1. Prozesstag war nach knapp einer Stunde vorüber, es wurde von C. ihre Prozesserklärung verlesen und ein eher nichtswissender Zeuge der Hamburger Polizei hatte seinen Auftritt. Auf Antrag der Verteidigung wird für den 2. Prozesstag ein weiterer Polizeibeamter (Zugführer der Bereitschaftspolizei) als Zeuge geladen. Über 30 Menschen wohnten in einem zu kleinen Gerichtsraum diesem Prozessauftakt bei, es könnten/sollten am 2. Prozesstag aber gern noch mehr Menschen teilnehmen, nicht nur, weil dann ein etwas größerer Saal zur Verfügung steht, sondern:
Auch wenn in vorherigen Prozessen bereits Strafbefehle gegen Aktivist_innen verhängt und Urteile gesprochen wurden, ist es weiterhin notwendig zu thematisieren und skandalisieren, dass die Menschen, die öffentlichkeitswirksam unter großem positiven Echo der Medien die unerträglichen Zustände durch Hausbesetzungen anprangern, abgestraft und verurteilt wurden bzw. werden sollen; die Verantwortlichen für die Misere auf dem Hamburger Wohnungsmarkt werden jedoch in keinster Weise zur Rechenschaft gezogen.
Ziel dieses Prozesses kann nur sein, laufende sowie künftige Verfahren wg. Hausbesetzungen mit einem Freispruch enden zu lassen.
– Leerstand zu Wohnraum!
– Gegen Kriminalisierung von Hausbesetzungen!

Presselinks zum 1. Prozesstag:
19.11.2011 – taz: „Prozess gegen Leerstands-Besetzerin“

youtube: „Hausbesetzung Juliusstraße – Prozess 18. November 2011“