Leerstand zu Wohnraum – eine zentrale Forderung der Initiativen, die sich im Recht auf Stadt-Netzwerk zusammengeschlossen haben.
Mietenwahnsinn, Gentrifizierung, Verdrängung – die Auswirkungen des kapitalistischen Standortwettbewerbs sind zum Modethema geworden. Ebenso sind unterschiedlichste Lösungsrezepte in der Diskussion: Wohnungsbauprogramme, soziale Erhaltungsverordnungen, Mietobergrenzen, Bebauungspläne, Bürger_innenbeteiligung und manch andere. Im Vorfeld der Mietendemo im Herbst 2011 wurde sich darüber hinaus mit der Forderung „Wohnraum vergesellschaften!“ grundsätzlich positioniert und der Stadt als Ware und Standortfaktor eine selbst gemachte Stadt, die allen gehört, entgegen gestellt:
„Stadt selbst machen bedeutet, die Bedürfnisse aus den vermeintlichen Sachzwängen und den Nischen des Alltags zu befreien und sich den städtischen Raum anzueignen. Vergesellschaftung in diesem Sinne ist keine Verstaatlichung. Sie meint einen Prozess selbstbestimmter Kollektivierung, der nicht darauf abstellt, private Besitztümer von A nach B zu verschieben, sondern eine soldarische Gesellschaft zum Ziel hat. Wenn wir uns den städtischen Raum nehmen, dann in dieser Perspektive der Aneignung.“
Seit 30 Jahren finden im Schanzenviertel Hausbesetzungen statt. Wir besichtigen einige dieser Orte, kompetente Menschen haben uns Interessantes zu erzählen und ein wenig Spaß soll auch dabei sein.
Flyer: 08Juni2012_Stadtteilrundgang